Buchweizen

Buchweizen kennen die älteren Semester unter dem Namen Heidenmehl. Der Heidenmehlsterz oder auch die Heidenmehltorte mag hier geläufig sein. Lange ist das Getreide in Vergessenheit geraten. In den letzten Jahren hat er allerdings wieder Einzug in die bewusste Ernährung gefunden. Ein Grund dafür mag sein, dass das Getreide glutenfrei ist und so auch von Zöliakie Patienten problemlos verzehrt werden kann. 

Buchweizen schmeckt anders, herb-nussig und etwas gewöhnungsbedürftig ;-) Ihr könnt die Körner, die ob ihrer Form sehr leicht auszumachen sind, einfach kochen und als Beilage verwenden. Es schmeckt sehr gut als Suppeneinlage oder in Bratlingen. Geröstet auf dem Salat oder ins Müsli geben. Einfach mal ausprobieren. Wer sich erst an den Geschmack gewöhnen muss, kann Buchweizenvollgrieß kaufen und seinen Grießbrei mit Haselnusspaste verfeinern. So wird der "andere" Geschmack fast völlig neutralisiert (Rezept auf der Homepage). 

Im Buchweizen sind viele wertvolle Inhaltsstoffe enthalten. Vitamine E, B und die Mineralstoffe Magnesium, Kalium und Eisen sind herauszuheben. Und er enthält mehr wertvolles Protein als Reis oder Weizen. 

Oft zeichnet sich in unserer Ernährung eine einseitige Verwendung von Getreiden ab. Mit der Verwendung von Buchweizen könnt ihr euren Speiseplan aufregender gestalten, differenzierter Nährstoffe aufnehmen und somit der Einseitigkeit vorbeugen. 

Trotz der Vielfältigkeit, die ich gerne immer hervorhebe, bin ich gleichzeitig ein Verfechter von einfachen Speisen. Der Heidenmehlsterz ist so eine Speise. Dafür einfach das Mehl gut salzen und im heißen Wasser köcheln lassen. Dabei nicht umrühren. Nach ca. 15 Minuten abseihen. Fertig.

Aus der TCM-Küche wissen wir, dass Buchweizen verschleimend auf die Lunge wirken kann. Darum würde ich älteren Semestern nicht übermäßig davon empfehlen. Ansonsten ist das Getreide ein guter Weg sich Gluten einzusparen und die Vielfalt am Speiseplan mit einem heimischen Produkt zu erhöhen. 

 

Viel Freude beim Probieren!

 

Eure Sabine